Schreiberfahrung
Die Geschichte, warum ich schreibe

Schreiberfahrung

Wie kam ich zum Schreiben und was habe ich in all den Jahren gelernt? Ein Rückblick in die Ära des Zettelschreibens.


Wie kam ich zum Schreiben von Geschichten?

Meine Leidenschaft für Geschichten entbrannte in der 7. Klasse.

Alles begann mit der neuen Sitzordnung unserer Klassenlehrerin. Ich wurde neben meine zukünftig beste Freundin gesetzt und schnell realisierten wir beide, wie gern wir in unseren Fantasien lebten.

Nicht lange dauerte es, und wir begannen zusammen Geschichten zu schreiben.

 

Zettel schreiben

Wir nannten es "Zettel schreiben", weil wir ein kariertes A4-Blatt 3x falteten und abwechselnd auf das kleine geknickte Format schrieben. Jeder von uns hatte seine Figuren, die er schrieb, und die wir miteinander agieren ließen.

Über all die Jahre auf dem Gymnasium erschufen wir unsere kleinen Welten auf Papier. Es sind so viele, dass wir mittlerweilse aus diesen 6 Jahren über 970 von hinten und vorne komplett vollgeschriebene Zettel besitzen, aufgeteilt in ca. 50 eigene Geschichten.

 

Die Digitalisierung

Doch nach dem Abitur hörten wir nicht auf. Auslandsjahre und Studium trennten uns räumlich voneinander, so dass unser digitales Zeitalter begann.

Der Name "Zettel schreiben" blieb erhalten, selbst wenn wir uns E-Mails zusanden, die durch das einfachere Schreiben immer länger wurden und unsere Geschichten noch schneller wuchsen.

 

Heute

In all der Zeit, angefangen im Alter von 12, sind seither gute 18 Jahre vergangen. Vieles hat sich verändert, aber nie die Leidenschaft für das Schreiben.

Je intensiver man auf die gemeinsame Schreibzeit zurückblickt, auf die Anfänge von unseren "banalen" 7-Klasse Geschichten, zu unserer Punkrock-Fan-Fiction Zeit in der 10. Klasse, und schließlich zu unseren Fantasy-Romanen, die wir noch immer schreiben, haben wir in unserer Schulzeit wirklich etwas gelernt, das auch hängen geblieben ist: Das Gefühl für Geschichten und zu wissen, wann sie funktionieren.

Wir haben so viele Geschichten begonnen und viele nie zu Ende geführt, dafür waren wir zu sehr im Wandel zwischen Kind - Teenager - Erwachsener.

 

Was wir von unseren Geschichten lernten

Auch wenn wir vorher nie klar definieren konnten, warum unsere vielen Geschichten ab einem gewissen Punkt nicht mehr funktionierten, lernten wir aus diesen Fehlern und können heute umso besser Spannung erzeugen.

Wir wissen, dass immer etwas passieren muss, so dass die Geschichte spannend bleibt.

Wir können Konflikte bauen, die den anderen schon beim Antworten in eine Krise bringen, aber die er umso stärker überwindet.

Wir haben intuitiv die Pflichtelemente des jeweiligen Genres in unseren kleinen Werke eingebaut, die wir jetzt so klar identifizieren können.

Wir haben erfahren, dass eine schnelle Auflösung (Erfüllung dessen, wonach der Leser sich sehnt) die Spannung raubt und es besser ist, dieses Ereignis so lange herauszukitzeln, wie möglich.

Aber vor allem lernten wir, weil wir zu zweit schrieben, dass wir immer entgegen der Erwartung des Lesers schreiben müssen (der Leser war in diesem Fall immer einer von uns). Nur so konnten wir den andern herausfordern, und die Pläne, die er für eine Szene hatte, überdenken lassen.

 

Ich liebe Geschichten, weil sie mich mein gesamtes Leben lang begleiten und mich mit wunderbaren Erinnerungen an vergangene Jahre bereichern.

Danke, Aniko.

 

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Autorin Melanie Naumann
Verfolge meinen Weg als Self-Publisher.

Mein neuer Thriller ist im Juli erschienen.

Endlich kann ich mich offiziell Autorin von Der Fedora Attentäter nennen. Dieses Buchprojekt - vom Schreiben bis zum Veröffentlichen - war ein riesiger Meilenstein für mich. Umso mehr freut es mich, dass ich diesen ersten Schritt meines Autorenabenteuers geschafft habe und ich die nächsten Projekte u.a. die Fortsetzung des Thrillers angehen kann.

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