Der Blog für den Lektor in dir
Besser Bücher schreiben

Der Blog für den Lektor in dir - Besser Bücher schreiben

veröffentlicht am: 21. Jul 2017



Der Blog für den Lektor in dir – Fragt man erfahrene Lektoren, erhält man meist dieselbe Antwort: Das Lektorat ist abhängig von der Geschichte. Bücher des Mystery Genres werden anders bearbeitet als Liebesgeschichten, Thriller oder Western. Jede Geschichte hat ihre Konventionen und ihre Pflichtszenen. All das ist kaum greifbar, und doch gibt es so viele Möglichkeiten, wie du selbst zum Lektor deines Buches werden kannst. Klick um zu tweeten


Inhalt des Artikels:

Lektorat & Korrektorat - der Unterschied

Die Szene - die Grundlage jeder Geschichte

 

Lektorat und Korrektorat

Das Lektorat teilt sich in zwei unterschiedliche Bereiche: Allgemein gesprochen bezieht sich der Beruf des Lektors auf die Tätigkeit, Autorentexte nach ihrem Inhalt, ihrer Sprache und ihrem Marktpotenzial zu bewerten. Dabei betreut der Lektor den Autor vom eingesandten »Erstentwurf« (der Entwurf, den man nach zahlreichen Selbstüberarbeitungsprozessen einreicht), bis zur Veröffentlichung.

Das Korrektorat ist ein Teilbereich des Lektorats und bezieht sich auf die Prüfung von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.

 

Das Ziel meines Blogs: den Lektor in dir zu finden

Mein Ziel und der Grund, warum ich diesen Blog gestartet habe, ist es den Lektor in dir mit dem nötigen Wissen zu füttern, dass du selbst erkennen kannst, wo und weswegen deine Geschichte holpert oder nicht funktioniert.

Ich möchte dir Lösungsansätze bieten, die dir in ihrer Gesamtheit ein Bewusstsein für deine geschriebenen Texte geben sollen, um sie selbst zu bewerten und, wenn nötig, auszubessern.

Die stilistische Überarbeitung beginnt bei dem Bewusstsein für die Macht der Worte. Starke Verben können deine Handlungen vorantreiben, Passivkonstruktionen und Filter schwächen deinen Erzählstil. Zusätzlich musst du auf leere Redundanzen aufpassen, Wortwiederholungen, Füllwörter, Adjektive und deinen Satzbau. Es sind so viele Kleinigkeiten, die sich zu einem großen Ball voller Wissen aufbauen, den du lernen musst, zu beherrschen.

Ich verspreche dir, dein Schreibstil wird sich verbessern.

 

Gibt es eine Grundlage, auf die man jede Geschichte herunterbrechen kann?

Ja, und das kann man mit einem Wort beschreiben: Die Szene.

Die Szene ist in ihrer Ursprungsform ein Startpunkt und ein Endpunkt. Oder nenn es die Verbindung zwischen einem Gedanken oder einer Hoffnung, dass sich etwas in eine bestimmte Richtung entwickelt, aber sich ins Gegenteil kehrt.

Zum Beispiel beginnt die Geschichte mit einem positiven Ereignis (ein Mann erhält seinen Traumjob) und endet im Negativen (dafür muss er nach New York umziehen, obwohl er sich gerade ein Haus auf dem Land gekauft hat).

Auch umgedreht ist es möglich.
Die Geschichte beginnt mit einem negativen Geschehnis (die Frau will in ihrer Heimat bleiben) und endet mit einem Positiven (sie erfährt, wie hoch sein neues Einkommen sein wird).

Des Weiteren kann sich eine Geschichte vom Negativen zum doppelten Negativen verschlimmern (Makler gibt Bescheid, dass er keinen Käufer findet und im nächsten Anruf teilt die Polizei dem Mann mit, dass seine Frau von einem Auto angefahren wurde), oder sie kann sich vom Positiven zum Doppelpositiven verbessern (Frau hat überlebt und im Krankenhaus erhalten sie die Nachricht, dass Frau schwanger ist).

Mit jeder Szene verändern sich die Werte. Im ersten Beispiel ist es das Loslassen. Im zweiten Reichtum, im dritten das Leben und im vierten die Liebe.

Das ist ganz einfach, oder?
Jetzt, wo man auf den simplen Aufbau einer Szene hingewiesen wird, macht es Sinn. Was nützen uns Erzählungen, wo sich eine Person nur auf der Stelle bewegt?

Es muss etwas passieren, dass die Handlung vorantreibt und sie von einem Punkt zum nächsten befördert.

Wer den Szenenaufbau beherrscht und einen spannende Wendung der Ereignisse schreiben kann, sodass der Leser kaum erwarten kann, die nächste Szene zu lesen, der schafft es auch ein Buch zu schreiben.

 

Du kannst Schriftsteller werden

Wenn du deinen Schreibstil verbessern willst, grübelst du nicht darüber, wie man ein Buch schreiben könnte.
Sondern du lernst den richtigen Weg, die Prinzipien des Storytellings, den Aufbau von Geschichten und schreibst deinen Roman.

Sicherlich ist es eine Sache all das Wissen zum Thema "Wie schreibe ich ein Buch?" zu lernen. Und die Umsetzung birgt eine viel größere Herausforderung. Doch das Verstehen der Grundlagen führt zu Wiederholungen und jeder weiß: Nur der, der übt, wird sich verbessern.

Und selbst in diesem Artikel, mit der kurzen Erläuterung zum Grundaufbau einer Szene, bin ich mir sicher, dass einige von euch schon eine wichtige Erkenntnis dazugelernt haben und sich zukünftig mit jeder gedachten oder geschriebenen Szene fragen werden:

Was ist mein Startpunkt?

Was ist der Endpunkt?

Und wie verändert sie sich?





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Wähle aus, welchen Horrorfilm wir als Beispiel unserer Analyse nutzen.

Einfach auf das Bild / Button klicken und abstimmen.
(Wir nutzen einen Film, weil er kompakter ist und sich die Prinzipien des Storytellings leichter & deutlicher visuell erklären lassen)

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 - Autorin und Lektor nach den Story Grid Erkenntnissen von Shawn Coyne

Melanie Naumann schreibt Thriller, studierte Sprache und bildet sich seit 2015 als Lektorin fort. Aus der Liebe zum Lektorat entstand dieser Blog, um Autoren Hilfestellungen zum Schreiben und Lektorieren ihrer Manuskripte zu geben

Sie orientiert sich an den Story Grid Erkenntnissen von Shawn Coyne, da sie die Art des Lektorats des US-amerikanischen Lektors als die hilfreichste Methode empfindet, um herauszufinden, ob Geschichten funktionieren.




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