Das auslösende Ereignis der Geschichte
Werf das Leben deines Protas aus der Bahn

Das auslösende Ereignis der Geschichte - Werf das Leben deines Protas aus der Bahn

veröffentlicht am: 11. Aug 2018



Das auslösende Ereignis der Geschichte – Erfahre mehr zu den beiden Arten von auslösenden Ereignissen und in welcher Intensität sie auf die Einheiten deiner Geschichte wirken. Klick um zu tweeten


Inhaltsübersicht:

Das auslösende Ereignis – im Verhältnis zu den Einheiten einer Geschichte

Zwei Varianten für auslösende Ereignisse

Der Moment, der die Geschichte in Gang bringt

 

Hier erhältst du eine kurze Erklärung zum auslösendem Ereignis.

In Kurz: 

Das auslösende Ereignis der globalen Geschichte bezieht sich auf den Punkt, an dem dein Protagonist eine unumkehrbare Entscheidung trifft.

 

Das auslösende Ereignis – im Verhältnis zu den Einheiten einer Geschichte:

Auslösende Ereignis im Vergleich zu den Einheiten von Geschichten

Anfang der globalen Geschichte: Das auslösende Ereignis ist das große Ereignis, das die Geschichte in Gang bringt.

Mitte und Ende der globalen Geschichte: Das auslösende Ereignis ist eine gleichwertige oder leicht abgeschwächte Szene im Vergleich zum auslösenden Ereignis des Anfangs.

Sequenz: In einer Sequenz ist das auslösende Ereignis noch kleiner, aber gilt auch hier als auslösende Ereignis jener bestimmten Sequenz.

Das auslösende Ereignis gehört in jede Szene, die wiederum eine Sequenz unterstützt.

Das kleinste auslösende Ereignis ist eine Aktion in einem Taktschlag, welche die Beziehung von zwei Figuren aufrüttelt.

Egal, an welche Einheit von Geschichten wir denken (von den Akten bis zu den Taktschlägen), das auslösende Ereignis muss immer das Leben des Protagonisten aus dem Gleichgewicht bringen, sei es zum positiven oder negativen.


Zwei Varianten für auslösende Ereignisse:

Ein auslösendes Ereignis kann entweder kausal oder zufällig sein.

Das kausale auslösende Ereignis:

Ein kausales auslösendes Ereignis ist das Ergebnis einer aktiven Entscheidung: ein Mann kündigt seinen Job; eine Anwältin verklagt den Staat; ein Jugendlicher klaut Zigaretten oder eine Frau verlässt ihre Familie ...

 

Das zufällige auslösende Ereignis:

Ein zufälliges auslösendes Ereignis kann in einer Geschichte eingesetzt werden, wenn etwas unerwartetes, ungeplantes oder wenn etwas aus Versehen geschieht: ein Lotteriegewinn; ein Sturm zieht auf See auf; ein Hai attackiert; etwas fällt auf ein Kind, etc.


Wichtig, wenn man auslösende Ereignisse in den Einheiten von Geschichten einsetzt (Taktschlag, Szene, Sequenz, Akt und globale Geschichte): das auslösende Ereignis muss eine Reaktion vom Protagonisten hervorrufen.

In den obengenannten Beispielen wäre das:

Der Arbeitgeber will seinen Angestellten zurück; der Richter will eine Affäre vertuschen; der Ladenbesitzer übernimmt Selbstjustiz; der Mann beschließt, die Frau zurückzugewinnen; die Frau des Lotteriegewinners will das Geld für sich und entscheidet sich, den Mann umzubringen; der Kapitän eines Schiffes legt aus Sicherheitsgründen an einer verbotenen Insel an; das Opfer des Haiangriffs schwört Rache; das Kind behält den mysteriösen Gegenstand und testet ihn aus.


Das auslösende Ereignis für den Anfang der Geschichte – oder, der Moment, der die Geschichte in Gang bringt.

Das auslösende Ereignis für den Anfang der Geschichte stellt die wichtigste Entscheidung für den Autor dar. Dieses Ereignis definiert nicht nur das Genre, den Punkt, an dem der Leser deutlich sieht, ob er einen Krimi, eine Liebes- oder Horrorgeschichte liest; sondern ist gleichzeitig der Moment, der darüber entscheidet, ob ein Leser die Geschichte weiter lesen wird oder nicht.

Wenn das auslösende Ereignis am Anfang der Geschichte zu schwach ist, ruckelt vielleicht ein Zahnrädchen, aber es wird nicht stark genug sein, dass Leben des Protagonisten so dermaßen aus der Bahn zu werfen (selbst wenn es nur ein Mini-Plot ist), dass die Handlung es schafft, den Leser mitzureißen.

Um das auslösende Ereignis mitreißend zu gestalten, sollte es nicht nur bedeutend für dein externes oder internes Genre sein, sondern auch eine starke Reaktion deines Protagonisten hervorrufen.
Sollte er sich dafür entscheiden, nichts zu tun, dann wird diese Entscheidung vor allem auch in Mini-Plots als Reaktion angesehen (aktives Verstecken).

Das auslösende Ereignis am Anfang der Geschichte muss dem Leser ein Versprechen geben: das Versprechen auf das Ende.

Das Ende muss ein nachvollziehbares, unausweichliches und überraschendes Ergebnis auf das auslösende Ereignis der Geschichte sein. Sollte es nicht überraschend sein, wird kaum ein Leser das Buch seinen Freunden weiterempfehlen.

 

Verspreche nichts, was du nicht halten / in der Geschichte rüberbringen kannst. Das ist das Hauptproblem von Geschichten, die nicht funktionieren – egal, wie gut sie geschrieben sind.

 






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Melanie liebt das Story Grid - Autorin und Lektor nach den Story Grid Erkenntnissen von Shawn Coyne

Melanie liebt das Story Grid

Melanie Naumann schreibt Thriller, studierte Sprache und bildet sich seit 2015 als Lektorin fort. Aus der Liebe zum Lektorat entstand dieser Blog, um Autoren Hilfestellungen zum Schreiben und Lektorieren ihrer Manuskripte zu geben

Melanie Naumann orientiert sich an den Story Grid Erkenntnissen von Shawn Coyne, da sie die Art des Lektorats des US-amerikanischen Lektors als die hilfreichste Methode empfindet, um herauszufinden, ob Geschichten funktionieren.

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